Aktuell ist das, was neu ist bei der tohus gGmbH: beispielsweise der Gewinn des tohus-Cup im Jahr 2015.

Die tohus gGmbH informiert aktuell über ihre Arbeit in den Sozialräumen des Landkreises Stormarn und über neue Inklusionsprojekte.

Suchtprävention: Schüler zu Besuch bei unseren Klienten

29.11.2018 – Zum 5. Mal haben eine Suchtexpertin, die Entwöhnungseinrichtung  Wohnhaus Rothenmoor der tohus gGmbH und das Emil-Behring-Gymnasium in Großhansdorf einen Informationsvormittag über den Konsum von illegalen Drogen und seine Folgen organisiert.

Etwa 60 Schüler und drei Lehrer aus den neunten Klassen des Emil-Behring-Gymnasiums waren nach Bargfeld-Stegen gekommen, um sich über illegale Drogen wie Cannabis, Kokain und Heroin sowie die Folgen des Konsums zu informieren. Im Mittelpunkt des Interesses: Susanna Uhlmann, Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie, suchtmedizinische Grundversorgung und Sozialmedizin, sowie die drei Klienten Lars, Vanessa und Andreas.

Für Susanna Uhlmann sind diese Informationsveranstaltungen ein Herzensanliegen: „Ich möchte erreichen, dass jeder Schüler das Risiko kennt, eine kritische Haltung entwickelt und im Ernstfall frühzeitig Hilfe annimmt.“ So knüpft sie an die Erfahrungen der Schüler an und beginnt ein Frage-Antwort-Spiel zu den Themen Konsumwunsch, Kontrollverlust, Entzugserscheinungen, Vernachlässigung von Familie und Freunden sowie Folgeerkrankungen.

So richtig spannend wird es aber erst, als die Klienten Lars, Vanessa und Andreas zu Wort kommen und ihre Lebensgeschichten erzählen: schon früh Probleme im Elternhaus, mit 13 Jahren ältere Freunde, trinken, kiffen, spritzen, stehlen, Entzug, Familiengründung, Rückfall, zwangsweise Trennung vom eigenen Kind, wieder Entzug, Therapie und wieder Rückfall. Jetzt sind sie seit Monaten im Wohnhaus Rothenmoor, entwickeln hier eine Tagesstruktur und stabilisieren sich mit sozialtherapeutischer Hilfe. Ihr Ziel für die Zeit danach: Unterstützt wohnen in teilstationären Wohngemeinschaften oder Appartements und dann wieder arbeiten können.

Angesichts solcher Lebensgeschichten herrscht erst einmal Schweigen unter den Schülern. „Das berührt mich und ich lerne daraus“, sagt Lasse etwas später, „ich kenne die drei gar nicht und sie lassen mich in ihr Leben eintauchen – stark!“ Auf einen solchen Lernprozess setzt auch Ingrid Hüniken, Mittelstufenkoordinatorin des Emil-Behring-Gymnasiums: „Als Ergänzung des Biologieunterrichts besuchen wir zur Prävention vom Rauchen, von Essstörungen und von Alkoholmissbrauch verschiedene Institutionen und jetzt das Wohnhaus Rothenmoor zum Thema Drogen.“

Dann folgen noch eine Fragerunde der Schüler an die Klienten, ein Rundgang durch das Haus und die Bitte von Susanna Uhlmann, Lars, Vanessa und Andreas per Brief persönliche Rückmeldungen zu geben. Für die Klienten ein wichtiger Impuls zur Reflexion. „Einige Klienten hängen sich die Briefe der Schüler sogar über das Bett“, so Beate Buntfuß von der tohus gGmbH.

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Susanna Uhlmann, Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie, suchtmedizinische Grundversorgung und Sozialmedizin beim Input.Vanessa: Mit Problemen im Elternhaus und Kiffen in der Schule fing alles an.Lars: Der offene Medikamentenschrank beim Zivildienst lud zum Probieren ein.Die Lehrer und die Experten aus dem Wohnhaus Rothenmoor  sowie Susanna Uhlmann.
Im Hölk: 100 Quadratmeter Graffiti für kulturelle Vielfalt als Hingucker

11.11.2018 – zwischen den Hochhäusern Im Hölk/Poggenbreeden und den niedriggeschossigen Miet- und Reihenhäusern der Umgebung sieht so mancher in Bad Oldesloe eine unsichtbare soziale Grenze verlaufen. Auf der einen Seite der sogenannte soziale Brennpunkt, auf der anderen Seite das gehobenere Wohnumfeld. Mit dem Graffiti-Workshop „Kulturelle Vielfalt trifft virtuelle Realität“ sollte diese Grenze jetzt aufgebrochen werden.

Acht Graffiti-Künstler, 30 Kinder und Jugendliche sowie einige neugierige Zuschauer kamen am Sonntag von allen Seiten zusammen, um sich auszuprobieren oder einfach nur dabei zu sein. Es begann mit einer Einführung durch die Künstler, nämlich dem Zeichnen von Motiven und einer Portion Theorie: z.B. einer Demonstration, wie unterschiedlich die verschiedenen Sprühaufsätze auf den Farbdosen, die sogenannten Caps, in der Praxis wirken. Dann konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops selbst zu Atemschutzmasken und Sprühdosen greifen, vorbereitete Holzplatten grundieren und ihre Tags und Bilder darauf verewigen. Genutzt wurden auch kleinere Platten und Schrankwände von einem Sperrmüllhaufen ganz in der Nähe.

Initiator der Aktion ist „Plan B“, ein Kooperationsprojekt des Quartiersentwicklungsprojekts Q8, der Stadt, des Familienzentrums der Evangelischen Kirche, des Vereins ERLE, Horizonte, ehrenamtlicher Unterstützer und der tohus gGmbH. Plan B macht in der Ladenzeile zwischen den beiden Hochhäusern soziale Beratung und betreibt auch das Café Plan B.

In ihrem Konzept schreiben die Initiatoren: Wir wollen „Menschen mit unterschiedlichen Gewohnheiten, Einstellungen und eventuell sogar Lebensentwürfen zusammenbringen und Grenzen in den Köpfen überwinden – durch Reden, gemeinsame Aktion und die Erstellung eines sehenswerten Produkts (Graffiti), an dem später nicht nur die Beteiligten, sondern jeder Nachbar teilhaben kann. Ein wichtiges Anliegen in einer Zeit, in der persönliche Einstellungen und politische Meinungsäußerungen in unserer Gesellschaft ganz offensichtlich auseinanderdriften.“

Beteiligt an dem Workshop war auch der Kreisjugendring Stormarn e.V. und fügte dem Motto „kulturelle Vielfalt“ das Motto „virtuelle Realität“ hinzu. Im Rahmen dieser Kooperation werden einige Produkte des Workshops auch beim Festival "WIR SIND. WE ARE. VR" ausgestellt.

Von Anfang an unterstützt wurde das Projekt auch vom Eigentümer der Hochhäuser Im Hölk/Poggenbreeden. Die Adler GmbH gab 750 Euro zur Materialbeschaffung dazu und stellt für den zweiten Teil der Aktion ca. 100 Quadratmeter Wandfläche zur Verfügung. Am Sonnabend, dem 17. November  ab 10 Uhr nämlich werden die acht Workshop-Leiter gegenüber von Plan B selbst zur Dose greifen und diese Fläche künstlerisch bearbeiten. Remo Drews von der Objektverwaltung der Adler GmbH: „Das wird ein Hingucker, in dem sich die Bewohner der Häuser wiederfinden können und verhindert unschöne Schmierereien.“

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Graffiti zieht alle Altersgruppen an, auch die Jüngeren.Vorbereitung für das Sprayen mit Unterstützung von Plan B.Graffiti auch im Durchgangsbereich zwischen  den beiden Hochhäusern.Arbeitsproben für die Gestaltung von 100 Quadratmetern Fläche.
Barsbüttel: Feuerfest mit Champignonpfanne am AKKU

3.11.2018 – einmal im Jahr qualmt es rund um das Jugendzentrum AKKU in Barsbüttel ganz gewaltig und völlig legal. Feuerfest nennt sich das Ereignis und die tohus gGmbH war wieder einmal dabei.

Wurfspiele, eine Bühne mit Musikgruppe, Sängern, Trommlern und Samba-Show und eine Lichtshow mit schwedischen Hölzern – da war es gut, dass auch die Jugendfeuerwehr dabei war. Das Feuerfest am Jugendzentrum zieht jedes Jahr weit mehr als 500 Besucher und viele Barsbüttler Vereine an, die sich hier präsentieren – bei schlechtem Wetter geschützt durch eine kleine Zeltstadt aus Kunststoff-Pavillons.

Mitarbeiter der tohus gGmbH aus Barsbüttel hatten einen Informationsstand aufgebaut und als kulinarische Attraktion gab es geschmorte Champignons aus einer großen Pfanne, wahlweise mit Knoblauch oder Creme Fraiche. Dieses Gericht beim jährlichen Feuerfest ist so beliebt, dass einige Besucher, die im vergangenen Jahr nichts mehr abbekommen hatten, sich gleich eine Portion reservieren ließen.

Für viele Anwohner aus Barsbüttel und die Klienten und Mitarbeiter der tohus gGmbH war das Feuerfest die Plattform für ein freudiges Wiedersehen. Denn man kennt sich aus dem Café tohus im Bürgerhaus und im Zusammenhang mit den dort stattfindenden Veranstaltungen. Hier betreiben die Klienten nämlich den Bistrobetrieb und das Veranstaltungsmanagement. Und so manch einer versorgte sich gern auch mit Informationen über weitere Angebote der tohus gGmbH, z.B. über die ambulante Unterstützung für psychisch erkrankte Menschen im eigenen Wohnraum.

Was die Pilz-Pfanne betrifft: Es wurden 35 Kilogramm Champignons geschmort und mehr als 200 Portionen ausgegeben. Mindestens jeder Dritte hat also als am Essen der tohus gGmbH genascht, wenn das nicht für Qualität spricht. Das Café tohus im Bürgerhaus Barsbüttel hat dienstags bis donnerstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

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35 Kilogramm Champignons werden erst einmal gewaschen und geputzt.Der Stand ist aufgebaut, das Fest kann demnächst beginnen.Der Duft der Champignons zieht viele Besucher magisch an.Brennende Buchenstämme verbreiten Feuerschein und wohlige Hitze.
Von Kenter-Übungen und Komfortzone – erlebnispädagogisch auf Tour

25.09.2018 - tohus ist mit seinen Klientinnen und Klienten immer öfter auch in der Natur unterwegs – mit dem Fahrrad, dem Kanu oder beim Bogenschießen – einen Tag, zwei oder drei Tage. Erlebnispädagogik heißt dieses Arbeitsfeld, mit dem die Mitarbeitenden therapeutisch-pädagogisch bedeutsame Zugänge zu den Klienten eröffnen. Jetzt hat tohus für eigene Mitarbeitende und Sozialpädagogen anderer Organisationen ein Grundlagenseminar durchgeführt. Titel: Die Macht der Natur.

Von Stormarn hin ins Biber-Feriencamp am Peetschsee im Herzen der Mecklenburger Seenplatte hieß es für die acht Teilnehmenden des Seminars. Für fast alle bedeutete dies auch, raus aus der Komfortzone, weg von ritualisierten Arbeitsabläufen, hin zu direkten körperlichen Erfahrungen mit einer Frischluftzufuhr für allzu gewohnte Gedankengänge. Also Kanus auf die Autos laden, Zelte, Isomatten, Schlafsäcke, Kocher und Töpfe in den Kofferraum und all das am Zielort so aufbauen, dass es sich für jeden einzelnen und auch die Gruppe gut anfühlt. Das können Freiluft erprobte Klienten manchmal besser als Mitarbeitende, wie vieles andere auch. Deshalb kommen sie auf Fortbildungen manchmal mit, als Anleitende in einer neuen verantwortungsvollen Rolle. Das gibt Selbstvertrauen und eröffnet neue Perspektiven – für beide Seiten.

Nach dem Zeltaufbau kommt der Einstieg ins Thema „Kanu“: Was heißt es, gemeinsam in einem Boot zu sitzen, welche Sicherheitsvorkehrungen muss ich beachten, wie paddelt man richtig und kraftsparend? Nach dieser Einführung geht es auf das Wasser, die Teilnehmenden machen Kenter- und Bergungsübungen und stellen fest: Uh, das Wasser ist gar nicht so warm, wie es aussieht. Am Abend wird gekocht, kein Dosen-Food, sondern frisches Gemüse. Das ist etwas schwieriger, aber gesund und mit Klienten wird das auch immer so gemacht.

Am zweiten Tag wollen zwei Teilnehmende zu Fuß los, die anderen mit dem Kanu. Da spielen persönliche Bedürfnisse eine Rolle, wie bei Klienten auch. Die heikle Frage lautet dann: Wie bringen wir das alles unter einen Hut? Wie viel Freiheit braucht die Gruppe und wann muss führend eingegriffen werden? Im Kanu folgt eine Rundtour über verschiedene Seen, am Abend sind die Kollegen erschöpft. Aber auch hier gilt, in der Komfortzone lernt man nichts Neues. Und genau darum geht es ja, neue Erfahrungen zu machen und mit ihnen die eigene Komfortzone zu erweitern. Also wird noch einmal reflektiert, leider nicht am Lagerfeuer, denn das muss wegen Waldbrandgefahr ausfallen. Auch Outdoor-Kino mit den Fotos  des Tages auf Laptop, Beamer und Leinwand, wie es häufig mit Klienten gemacht wird, findet heute nicht statt.

Auch am dritten Tag zeigen sich wieder die unterschiedlichen Rhythmen. Einige springen schon morgens ins Wasser, andere drehen sich in Ihrem Rückzugsort Zelt – ganz wichtig, jeder hat sein eigenes – noch einmal um. Aber dann kommt man wieder zusammen und es folgt eine Einheit Bogenschießen: Den Atem fließen lassen, konzentrieren, fokussieren und dann ins Schwarze treffen.

Erlebnispädagogen arbeiten viel mit solchen Metaphern und versuchen so ein neues Bewusstsein zu schaffen, damit die Erfahrungen auch in den Alltag transferiert werden können. Du denkst, du schaffst etwas nicht und gibst auf, bei einer Arbeit in der Psychiatrischen Tagesstätte beispielsweise. Aber wie war das damals am Peetschsee oder anderswo in der Natur? Da wolltest du auch aufgeben, hast aber trotzdem durchgehalten und zwar mit Erfolg. Welche guten Gefühle haben dich damals beseelt? Nimm sie als Motivation für den nächsten aktiven Schritt.

Natürlich klappt das nicht immer. Aber haben sich auf einer erlebnispädagogischen Fahrt erst einmal Abweichungen vom Verhaltensmuster gezeigt, können dadurch Veränderungen ausgelöst werden, die Selbstwertgefühl und Problemlösungsfähigkeit auch auf längere Sicht steigern. Das gilt für Klienten und Mitarbeitende gleichermaßen und deshalb wird bei tohus verstärkt für Outdoor-Aktivitäten geworben. Klienten werden eingeladen, man macht Feuer, stellt Projekte vor und bildet Interessengruppen. Wohin wird es wohl als Nächstes gehen und wie lange?

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Vor der Psychiatrischen Tagesstätte Bad Oldesloe – mit eigenen Kanus geht es los.Mit Schwimmweste am Peetschsee – Sicherheit geht vor.Das Abendbrot: Etwas aufwändiger, aber dafür sicherlich besser als Dosen-Food.Nach einem langen Tag müde und schweigend beim Essen – danach kommt die Reflektion.
Was die Teilnahme am BSC mit Inklusion zu tun hat - ein Kommentar

16.07.2018 –  Inklusion macht Spaß und braucht Begeisterte – oder: warum der Baltic-Sea-Circle eben keine Urlaubsreise ist ….

Vorweg eine polemische Klarstellung...

Inklusion ist in unserer politischen und gesellschaftlichen Landschaft mittlerweile zu einem Kampfbegriff geworden. Aus einem selbstverständlichen "Jedes Leben zählt, jede und jeder gehört dazu und gemeinsam sind wir viele und vielfältig" – also aus einem Positivum in Bezug auf Gemeinschaft und Zusammenhalt – erwächst für viele ein Gefühl der Bevormundung, der Einschränkung, des verordneten Rücksichtnehmens: „Warum immer auf die Letzten warten? Warum in der Schule den Lerneifer unserer Kinder bremsen, nur damit auch behinderte Kinder mitgetragen werden?"

Und wir könnten das ausweiten – auf Frauen, auf MigrantInnen, auf Andersgläubige, auf Andersfühlende… "diese ewige politische Korrektheit ist ein Spleen der Gutmenschen und strengt ungeheuer an." Alle Normalmenschen sowieso. Schließlich will Mensch bleiben wie ich will – und so gesehen ist Inklusion etwas für Moralisten und Spaßverderber.  Auf jeden Fall anstrengend und spaßbefreit!“  Ich fasse zusammen: Inklusion ist kein Begriff und schon gar kein Geschehen, das Menschen freudig in Bewegung bringt.

Und gern wird Inklusion dann an die Fachdisziplinen verwiesen: die Sozialarbeiter, die Streetworker, die Pädagogen in Schulen und Bildungswerken, die Gleichstellungs- und die Behindertenbeauftragten. Und damit raus aus dem eigenen Vorgarten, der eigenen Nachbarschaft,  und letztlich dem eigenen Verantwortungsbereich.

Und dann kommt da eine Idee...

ein fast irre klingendes Projekt: Mit einem Schrottauto einmal rund um die Ostsee zu fahren. Als All-Inklusiv-Team. Mit Menschen aus der Nachbarschaft und Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Blind, suchtkrank, Heimbewohner, chronifiziert, kommunikationsgestört, beziehungseingeschränkt – doch alle beseelt von dieser einen Idee: Jede und jeder von uns trägt etwas dazu bei, dass diese Tour gelingt – eine Tour, die auch für sogenannte Normalmenschen eher einer Tortur denn einer Urlaubsfahrt ähnelt. Ohne Navi, ohne Autobahnen – auf Abenteuertrip in unbekannte Welten. Und es wächst eine Begeisterung im umliegenden Sozialraum, es finden sich immer mehr Unterstützer, die Follower auf facebook und WhatsApp werden zeitweise fünfstellig. Weil Begeisterung und Freude ansteckend sind. Weil plötzlich Identifikation entsteht: Das sind unsere Leute, unsere Bargteheider. Unsere Botschafter für ein selbstbestimmtes gemeinsames Ziel.

Und ob sich es nun um Fußball handelt (die Weltmeisterschaft läuft parallel in Rußland und unsere Crew wird oft mit Fans des runden Leders verwechselt), oder um Leistungs- und Freizeitsport oder ein Musikfestival oder eine Pilgerreise auf dem Jacobsweg – es ist das gemeinsame Interesse, das verbindet. Die gemeinsame Aktion, das Aufeinander-Angewiesen-Sein. Und eben nicht die Diagnose, die Einschränkung, der Hilfebedarf. Und mal ehrlich: Wer will im Fußballstadion oder am Lagerfeuer auf den Lofoten oder auf dem Mount Everest oder dem Nordkap schon erkennen, wer auf welche Art behindert ist? Denn plötzlich ist ob der gemeinsamen Aktion die Behinderung so etwas von egal – Freude, Sportsgeist, Begeisterung oder Dazugehörigkeit kennen diese Kategorie nicht. Weil sie in diesem Zusammenhang nicht zählt. Nicht wichtig ist. Nicht behindert.

Ein Teilnehmer der All Inklusiv Crew war in seinem früheren Leben einmal Fernfahrer. Ohne seinen Fachverstand für Motoren und Tourbus-Innereien wären sie schon in Südschweden buchstäblich auf der Strecke geblieben. Ob es in den Momenten wohl sehr egal war, ob er ansonsten auch unter einem Handicap leidet? Er hat sich die Tour zugetraut, hat sich auf die Vorbereitungen und die Assistenzen eingelassen – und war plötzlich tourentscheidendes Crew-Mitglied. Er hatte etwas einzubringen – war einzigartig und wichtig.

Die anderen, dieses Mal daheimgebliebenen Crewmitglieder, versorgten die Fans und Interessierten mit zeitnahen Reiseberichten, sie organisierten die Unterstützung, hielten Kontakt und standen „Gewehr bei Fuß“. Hatten jede und jeder die eigene und unverzichtbare Aufgabe als Beitrag zum gemeinsamen Gelingen.

Und plötzlich war Inklusion nicht mehr anstrengend, nicht mehr nervig oder behindernd – sondern entfachte Begeisterung, sozialen Zusammenhalt, ermöglichte ein lang wirksames und nachhaltiges Abenteuer – und hinterließ bei allen Beteiligten die Gewissheit: Ich kann etwas, ich bin etwas und mein Dabeisein zählt.

Inklusion braucht Begeisterte. Braucht Wagemutige. Braucht Ehrgeiz, Spaß und Herausforderung. Braucht Unterstützer und Daran-Glaubende. Und manchmal auch eine Stiftung wie die Evangelische Stiftung Alsterdorf oder deren Tochterfirma, die den Rahmen dazu bietet. Dieses Mal war es die tohus gGmbH – und glauben Sie mir als Geschäftsführer: Es war für alle ein Vergnügen! In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch der All Inklusiv Crew für ihre Leistung und für unser aller Ermutigung!

Eckart Drews, Geschäftsführer der tohus gGmbH

In 16 Tagen 7500 km unterwegs – Logbuch des Baltic Sea Circle (BSC)

16.06.2018 –  Seit heute, Sonnabend 12 Uhr, sind die sechs Mitglieder der ALL INKLUSIV CREW mit der Startnummer 29 unterwegs: Vom Hamburger Fischmarkt 7500 Kilometer durch zehn Länder über die Lofoten, das Nordkap, Murmansk, St. Petersburg, Kaliningrad und wieder zurück nach Hamburg. Am 1. Juli muss das Ziel mit dem  26 Jahre alten VW-Bus T4 erreicht sein. Wir dokumentieren die 16 Tour-Tage des inklusiven Projekts mit Klienten, interessierten Mitbürgern und Sozialarbeitern aus Bargteheide in einem Logbuch mit immer neuen Texten und Fotos.

11.00 Uhr auf einem Parkplatz neben dem Hamburger Fischmarkt: mehr als 250 Teams aus ganz Europa und zahlreiche Neugierige schlendern über die Betonfläche, fachsimpeln über ihre Autos oder organisieren per Smartphone noch die letzten zu erledigenden Dinge. Wie Stefanie Dieck am roten Tour-Bus der ALL INKLUSIV CREW. Sie ist am frühen Morgen mit Ihrem Hund noch Gassi gegangen. Während der Tour bleibt er bei Freunden und die benötigen noch einige Ratschläge, glaubt sie.

Neben ihr steht Dennis Asaev: „Meine Stimmung ist perfekt, aber ich bin so aufgeregt, dass ich an die Fahrt noch gar nicht denke.“ Michael Glitza ist da schon ein wenig weiter: „Ich spüre ein angenehmes Kribbeln im Bauch und gehe davon aus, das wir alles gut schaffen können.“ Entspannt zeigt sich auch Krischan Sester-Stehn. Als ehemaliger Fernfahrer hat er es schon bis zum Polarkreis geschafft und will mit dem Baltic Sea Circle (BSC) die große Runde um die Ostsee jetzt vollenden und dabei Landschaft gucken und Leute kennenlernen.

Die größte Herausforderung, so die beiden Sozialarbeiter Jörn Brücken und Fabian Josten, wird die große Enge sein, sechs Menschen in einem Bus. Immerhin: Jedem steht für die Schlafenszeit ein eigenes Zelt zu Verfügung und in dieser Zeit hat jeder seine Ruhe und muss selbst sehen, wie er mit der Mitternachtssonne oder anderen Widrigkeiten fertig wird.


20.06.2018 –  am Sonnabend geht es durch Dänemark nach Schweden. Am Sonntag dann eine Aufgabe aus dem Roadbook des BSC: den verschrotteten Tourbus der Popgruppe Abba finden. Die ALL INKLUSIV CREW trifft auf einen verwunschenen Kultplatz mitten im Wald, einen Autofriedhof im Kyrkö Mosse Moor.

Wenig später dann ein Schock: Am Bus ist die Kurbelwellen-Riemenscheibe abgerissen, vier Schrauben einfach weg. Per Abschleppwagen dann in eine Werkstatt, Krischan muss ran, die Werkstatt stellt ihm ihr Werkzeug zur Verfügung. Einen Tag später, am Montag um 17.30 Uhr, kann es weiter gehen. Die Crew will wieder Anschluss an das Feld des BSC gewinnen und fährt bis 2 Uhr morgens.

Am Dienstag erst einmal ausschlafen und dann durch den Tag und die helle norwegische Nacht am Arctic Circle Centre über den Polarkreis bis zur Fähre auf die Lofoten. Dort warten auch schon andere Teams. Die ALL INKLUSIV CREW hat den Anschluss an das Feld geschafft.


26.06.2018 –  auf den Lofoten feiern die BSC-Teilnehmer eine Riesen-Party, dann kurz vor dem Nordkap wieder eine Panne. Die Ölleitung, die den Turbolader versorgt, hat einen Riss. Andere Teams halten und versuchen zu helfen – vergebens. Nur Krischan gibt nicht auf und schafft es. Die ALL INKLUSIV CREW kann weiter fahren.

Dann erreicht die CREW das Nordkap und hier ist endlich einmal eine richtige Pause fällig. Alle sind ausgehungert und benötigen Ruhe und etwas Vernünftiges zu essen. Für Letzteres ist Michael der richtige Mann. Er kocht vegetarisch und etwas mit Fleisch, damit alle zufrieden sind. Weiter geht es durch Finnland über die russische Grenze nach Murmansk.

Dort wartet eine weitere Aufgabe aus dem Roadbook des BSC: Das Auffinden des ersten atomar getriebenen Eisbrechers mit dem Namen LENIN im Hafen und die Dokumentation durch ein Foto. Zur Zeit ist die Crew auf der Fahrt nach St. Petersburg, nachdem bei der Suche nach einem Ersatzteil für den Bus wieder Zeit verloren ging. Wieder heißt es, Anschluss an das Hauptfeld finden. Heute um 10.30 Uhr ein Anruf von Jörn Brücken: Die Crew hofft in wenigen Stunden in St.Petersburg anzukommen – zur nächsten BSC-Party.


28.06.2018 –  Crew und Bus erreichen St. Petersburg und legen dort erst einmal eine richtige Pause ein – in einem Hostel mit Betten, Vorhängen (endlich einmal nächtliche Dunkelheit!), einem Badezimmer und Zeit für individuelle Bedürfnisse.

Zwei Crewmitglieder bleiben im Hostel und versuchen Schlaf nachzuholen, zwei machen im wunderschönen St. Petersburg Sightseeing und die anderen beiden zieht es auf die WM-Fanmeile zum Spiel Nigeria : Argentinien. Am Mittwoch noch eine kurze gemeinsame Stippvisite ins Zentrum von St. Petersburg, dann geht es weiter nach Estland. Von 15 bis 20 Uhr folgt ein Stopp an der russisch-estländischen Grenze, die die Teilnehmer des BSC zum Anschauen des WM-Spiels Deutschland : Südkorea nutzen. Nach der WM-Pleite fährt die Crew mit getrübter Stimmung weiter. Immerhin: Um 22 Uhr Ankunft in der Hauptstadt Tallin – etwa 85 Prozent der Gesamtstrecke sind geschafft.


29.06.2018 –  am Donnerstag wieder eine Aufgabe aus dem Roadbook des BSC. In der Nähe von Tallin soll ein Badesee gefunden werden. Ein Ort mit problematischer Vergangenheit. Im II. Weltkrieg und auch noch bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion gab es dort ein Gefangenenlager, auch GULAG genannt.

Heute sind dort noch Wachtürme zu sehen und mitten im See einige Ruinen, die dem See ein Ambiente zwischen bedrückender Vergangenheit und Spaßbaden geben. Nach einem Aufenthalt am Strand fährt die ALL INKLUSIV CREW weiter nach Lettland. Am frühen Abend trifft das Fahrer-Team in Riga ein und baut seine Zelte auf einem städtischen Campingplatz auf. Heute Morgen dann ein Stadtbummel und weiter geht es über Litauen, Kaliningrad und Polen wieder nach Hause.

Am Ziel ankommen wird das Fahrer-Team vermutlich am Sonntagnachmittag, so die Information des in Bargteheide verbliebenen Medien-Teams der ALL INKLUSIV CREW. Dieses Team hat die Öffentlichkeit in den vergangenen zwei Wochen über die Abenteuer der Crew auf dem Laufenden gehalten. Dafür ein herzliches Dankeschön!


1.07.2018 –  Am Sonntag, Hamburger Fischmarkt bei strahlendem Sonnenschein: Die BSC-Fahrer der ALL INKLUSIV CREW sind nach 7500 Kilometern abenteuerlicher Rallye durch zehn Länder rund um die Ostsee wieder zu Hause – empfangen von Freunden, Familienangehörigen und der Geschäftsführung der tohus gGmbH.

Zuvor ein letzter nächtlicher Aufenthalt in der Nähe von Szczecin/Stettin an der polnisch-deutschen Grenze, dann die letzte Etappe. Endlich einmal darf die Autobahn benutzt werden. Bei einer Rast auf der A24 dann eine Kontrolle durch die Polizei, die die BSC-Helden mit Besuchern des Fusion Festivals (elektronische Musik auf dem Flugplatz Müritz) verwechselt. Ein kurzer Reisebericht löst bei den Männern und Frauen in Blau Begeisterung aus und Jörn Brücken darf die letzte Aufgabe aus dem BSC-Roadbook lösen: einen Polizisten hochheben und sich dabei fotografieren lassen.

Auf den letzten Kilometern zum Fischmarkt löst sich die Anspannung im Team, sowohl bei den Fahrern als auch bei den hier Gebliebenen, die so kontinuierlich für die spannende Berichterstattung gesorgt haben. Das Fazit: Beim BSC hat die ALL INKLUSIV CREW gezeigt, was möglich und total normal sein kann: Klienten mit psychischen Handicaps, Anwohner, Gewerbetreibende und Mitarbeiter der tohus gGmbH sammeln Spenden, verwandeln ein Schrottauto in ein funktionstüchtiges Rallyefahrzeug (zugegeben – mit kleinen Macken), fahren damit unter nicht eben leichten Bedingungen durch einen Gutteil Europa und versorgen den Rest der Welt über die Sozialen Medien fast jeden Tag mit Neuigkeiten von ihren Erlebnissen beim Baltic Sea Circle. Grandios!

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ALL INKLUSIV CREW und Interessierte wie Dr. Peter Feile, Amtsarzt Kreis Stormarn, als Privatpersonen.Stefanie Dieck und Fabian Josten beim CHECK IN zur Tour mit BSC-Mitarbeiterin in Uniform.Etwas Wehmut ist beim Abschied vor der Hamburger Hafenkulisse nicht zu verkennen.Schon mal Üben für die Öffentlichkeitsarbeit: Jörn Brücken auf dem Dach des Tour-Busses.Hinterlassenschaften eines Autoverrückten im schwedischen Moor und jetzt ein touristischer Hotspot.Eine Panne, die Zeit kostet und die Schlittenhunde bringen es nicht. Also muss ein Abschlepper her.Neben den Herausforderungen gibt es aber auch genüssliche Minuten: Baden im See.Das Nordkap rückt näher, die All INLUSIV CREW überquert den Polarkreis.Zeltlager auf den Lofoten mit Party und einem Riesenfeuer am Strand.Die ALL INKLUSIV CREW vor der Weltkugel am Nordkap auf dem 71. Grad nördlicher Breite.Auch finnische Seen sind schön. Auf ein Bad verzichten die Tourmitglieder aber.Ein atomares Denkmal: Eisbrecher LENIN im Hafen von Murmansk.Die ALL INKLUSIV CREW beim Sightseeing im sonnigen St. Petersburg.See bei Tallin mit dunkler Vergangenheit – für mutige Schwimmer eine reizvolle Herausforderung.Nach 16 Tagen Fahrt eine herzliche Begrüßung des Fahrer-Teams auf dem Hamburger Fischmarkt.
MEET AND EAT: Eine Einladung zum Essen - jeder bringt etwas mit

13.06.2018 –  Mit anderen gemeinsam essen ist schön. Gut für die Gesundheit, gut für Gespräche, gut für das Wohlbefinden. All das möchte die Psychiatrische Tagesstätte Bad Oldesloe ermöglichen und zwar für alle Interessierten, die womöglich alleine leben und an Kontakten mit anderen Menschen aus der Nachbarschaft interessiert sind. Räume für die Nachbarschaft öffnen ist das Motto der Tagesstätte, oder anders ausgedrückt: MEET AND EAT.

Die Idee: Menschen kommen für gemeinsame Abende zum Start in das Wochenende zusammen. Jeder bringt etwas Leckeres zu essen und zu trinken mit. Es sollte zum Probieren für andere Teilnehmer ausreichen. Im Mittelpunkt stehen also das Essen, das Kennenlernen anderer Menschen und ein Klönschnack – bei schönem Wetter auch im hauseigenen Garten. Für eigenes Besteck und Geschirr sorgt jeder selbst. Wer Lust hat, kann sich nebenbei natürlich die Tagesstätte anschauen und über das Programm informieren.

Erstes MEET AND EAT: Freitag, 22. Juni 2018 um 18 Uhr
Am Kurpark 14, 23843 Bad Oldesloe

Folgetermine:
03.08.2018, 18 - 20 Uhr
19.10.2018, 18 - 20 Uhr
14.12.2018, 18 - 20 Uhr

Um zu zeigen, wie MEET AND EAT funktioniert, haben Mitarbeitende und Klienten der  Tagesstätte mit einem Improvisationstheater auf dem Bad Oldesloer Markt auf ihr Projekt aufmerksam gemacht.

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MEET AND EAT: Mitarbeitende zeigen beim Improvisationstheater wie es geht.
Im Endspurt: Inklusives Geschäft für Outdoormöbel in Bad Oldesloe

27.03.2018 – GARTEN-CONNECTION heißt ein neues Projekt der tohus gGmbH. Durch seine außergewöhnliche  Schaufensterbeschriftung zieht es schon jede Menge Aufmerksamkeit auf sich.

Das 200 Quadratmeter große Ladengeschäft liegt zentrumsnah in der Bad Oldesloer Bahnhofstraße 7. Wer durch die Scheiben hineinschaut, sieht rohe Rotklinkerwände künstlerisch mit Lehm verputzt und Menschen, die sägen, schrauben, fräsen und polieren. Im vorderen Teil des 200 Quadratmeter großen Geschäfts steht zur Ansicht schon das, was Kunden demnächst hier kaufen können: Hochbeete für den Garten, ausgekleidet mit Noppenfolie und unten gegen Maulwürfe und Mäuse mit einem Gitter gesichert. Fein polierte Gartentische aus sibirischer Lärche für große und kleine Zusammenkünfte sowie attraktive Sitzbänke, die garantiert Jahrzehnte halten.

GARTEN-CONNECTION verfolgt gleich mehrere Ziele: Menschen aus Bad Oldesloe und Umgebung qualitätsvolle Outdoor-Möbel anzubieten, Klienten der Psychiatrischen Tagesstätte Bad Oldesloe durch sinnvolle Arbeit zu qualifizieren und zu gesundem Selbstbewusstsein zu verhelfen sowie eine inklusive Begegnungsstätte mitten in der Stadt zu schaffen, in der sich Klienten, Kunden und Mitarbeitende der tohus gGmbH gern aufhalten und miteinander ins Gespräch zu kommen. Über nützlichen Holzprodukte, über die Erfahrungen mit der fachgerechten Restaurierung des ehemals so feuchten Ladengeschäfts, aber vielleicht auch über psychische Erkrankungen.

Thomas Boy, gelernter Zimmermann und Klient in der Tagesstätte: „Wir verbessern uns mit jedem Tag. Damit die Kunden zufrieden sind, aber auch, damit wir unser Wissen an andere Klienten weitergeben können. Wir sind ein Team und lernen voneinander.“ Ein erster Klient hat durch diese Unterstützung der tohus gGmbH bereits den Wiedereinstieg in den 1. Arbeitsmarkt geschafft, nachdem er dort vor einiger Zeit wegen Depressionen nicht mehr mithalten konnte, erzählt Projektleiter und Ergotherapeut Jochen Knoch. Ein anderer ist jetzt so stabil, dass er nach einigem Auf und Ab von einer Wohngemeinschaft der tohus gGmbH in eine eigene Mietwohnung ziehen konnte und sein Leben dort ganz eigenständig gestaltet.

Wenn GARTEN-CONNECTION im Frühsommer mit einem Produktionsteam und einem Verkaufsteam offiziell eröffnet, kommen zum bisherigen Angebot noch weitere Produkte dazu, Fruchtiges und Leckeres aus den beiden Kleingartenparzellen der Tagesstätte Bad Oldesloe. Eines ist schon jetzt klar: Die Stadt darf sich über eine neues Juwel in der Bahnhofstraße freuen.

Lübecker Nachrichten: tohus-Team eröffnet Holzwerkstatt

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Das Team von GARTEN-CONNECTION in der Bahnhofstraße 7 mit Werkstatthund Mischka. Foto: von DahlenReporterin Dorothea von Dahlen von den Lübecker Nachrichten zu Gast bei GARTEN-CONNECTION.Thomas Boy beim filigranen Abschlagen eines Zapfens, der die Schrauben verdeckt.Hans Dieter Sommer schleift vor der Montage ein Teil einer Gartenbank.
NDR Fernsehen „7 Tage… unter Verrückten“

21.10.2013 - Sieben Tage hielten sich die Autoren Christian v. Brockhausen und Timo Großpietsch für Filmaufnahmen im Psychosozialen Wohnheim ToHus in Bargfeld-Stegen auf. Daraus entstand ein 30minütiger Fernsehfilm für die Reihe „7 Tage…“. Gestern wurde er gesendet.

Bei dem Dreh im Psychosozialen Wohnheim ToHus entstanden Bilder vom Leben psychisch erkrankter Menschen, für die jeder Tag eine Riesenherausforderung ist, so die Erkenntnis von Christian v. Brockhausen. Bilder von Menschen, die von brutalen Albträumen heimgesucht werden, die sich gegen äußere Einflüsse mit Einweghandschuhen und Plastikfolien abschirmen und sich mitten im Wald ein Gartenbeet einrichten, um dort den überbordenden Einflüssen ihrer Umwelt zu entkommen.

Die Zuschauer erleben zauberhafte Musik-Sessions, Gespräche über zwanghafte Wahrnehmungen und Mitarbeiter, die versuchen, den Klienten im Schutzraum des ToHus Impulse zu geben, sich irgendwann wieder dem realen Leben außerhalb des Wohnheims stellen zu können.

NDR Fernsehen „7 Tage…unter Verrückten“

Archiv

In unserem Archiv finden Sie Beiträge, die nicht mehr aktuell sind. Aber manchmal lohnt es sich ja dennoch, in der Vergangenheit zu stöbern und nachzuschauen, was rund um die tohus gGmbH passiert ist.

20172018