Aktuell ist das, was neu ist bei der tohus gGmbH: beispielsweise der Gewinn des tohus-Cup im Jahr 2015.

Die tohus gGmbH informiert aktuell über ihre Arbeit in den Sozialräumen des Landkreises Stormarn und über neue Inklusionsprojekte.

Was die Teilnahme am BSC mit Inklusion zu tun hat - ein Kommentar

16.07.2018 –  Inklusion macht Spaß und braucht Begeisterte – oder: warum der Baltic-Sea-Circle eben keine Urlaubsreise ist ….

Vorweg eine polemische Klarstellung...

Inklusion ist in unserer politischen und gesellschaftlichen Landschaft mittlerweile zu einem Kampfbegriff geworden. Aus einem selbstverständlichen "Jedes Leben zählt, jede und jeder gehört dazu und gemeinsam sind wir viele und vielfältig" – also aus einem Positivum in Bezug auf Gemeinschaft und Zusammenhalt – erwächst für viele ein Gefühl der Bevormundung, der Einschränkung, des verordneten Rücksichtnehmens: „Warum immer auf die Letzten warten? Warum in der Schule den Lerneifer unserer Kinder bremsen, nur damit auch behinderte Kinder mitgetragen werden?"

Und wir könnten das ausweiten – auf Frauen, auf MigrantInnen, auf Andersgläubige, auf Andersfühlende… "diese ewige politische Korrektheit ist ein Spleen der Gutmenschen und strengt ungeheuer an." Alle Normalmenschen sowieso. Schließlich will Mensch bleiben wie ich will – und so gesehen ist Inklusion etwas für Moralisten und Spaßverderber.  Auf jeden Fall anstrengend und spaßbefreit!“  Ich fasse zusammen: Inklusion ist kein Begriff und schon gar kein Geschehen, das Menschen freudig in Bewegung bringt.

Und gern wird Inklusion dann an die Fachdisziplinen verwiesen: die Sozialarbeiter, die Streetworker, die Pädagogen in Schulen und Bildungswerken, die Gleichstellungs- und die Behindertenbeauftragten. Und damit raus aus dem eigenen Vorgarten, der eigenen Nachbarschaft,  und letztlich dem eigenen Verantwortungsbereich.

Und dann kommt da eine Idee...

ein fast irre klingendes Projekt: Mit einem Schrottauto einmal rund um die Ostsee zu fahren. Als All-Inklusiv-Team. Mit Menschen aus der Nachbarschaft und Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Blind, suchtkrank, Heimbewohner, chronifiziert, kommunikationsgestört, beziehungseingeschränkt – doch alle beseelt von dieser einen Idee: Jede und jeder von uns trägt etwas dazu bei, dass diese Tour gelingt – eine Tour, die auch für sogenannte Normalmenschen eher einer Tortur denn einer Urlaubsfahrt ähnelt. Ohne Navi, ohne Autobahnen – auf Abenteuertrip in unbekannte Welten. Und es wächst eine Begeisterung im umliegenden Sozialraum, es finden sich immer mehr Unterstützer, die Follower auf facebook und WhatsApp werden zeitweise fünfstellig. Weil Begeisterung und Freude ansteckend sind. Weil plötzlich Identifikation entsteht: Das sind unsere Leute, unsere Bargteheider. Unsere Botschafter für ein selbstbestimmtes gemeinsames Ziel.

Und ob sich es nun um Fußball handelt (die Weltmeisterschaft läuft parallel in Rußland und unsere Crew wird oft mit Fans des runden Leders verwechselt), oder um Leistungs- und Freizeitsport oder ein Musikfestival oder eine Pilgerreise auf dem Jacobsweg – es ist das gemeinsame Interesse, das verbindet. Die gemeinsame Aktion, das Aufeinander-Angewiesen-Sein. Und eben nicht die Diagnose, die Einschränkung, der Hilfebedarf. Und mal ehrlich: Wer will im Fußballstadion oder am Lagerfeuer auf den Lofoten oder auf dem Mount Everest oder dem Nordkap schon erkennen, wer auf welche Art behindert ist? Denn plötzlich ist ob der gemeinsamen Aktion die Behinderung so etwas von egal – Freude, Sportsgeist, Begeisterung oder Dazugehörigkeit kennen diese Kategorie nicht. Weil sie in diesem Zusammenhang nicht zählt. Nicht wichtig ist. Nicht behindert.

Ein Teilnehmer der All Inklusiv Crew war in seinem früheren Leben einmal Fernfahrer. Ohne seinen Fachverstand für Motoren und Tourbus-Innereien wären sie schon in Südschweden buchstäblich auf der Strecke geblieben. Ob es in den Momenten wohl sehr egal war, ob er ansonsten auch unter einem Handicap leidet? Er hat sich die Tour zugetraut, hat sich auf die Vorbereitungen und die Assistenzen eingelassen – und war plötzlich tourentscheidendes Crew-Mitglied. Er hatte etwas einzubringen – war einzigartig und wichtig.

Die anderen, dieses Mal daheimgebliebenen Crewmitglieder, versorgten die Fans und Interessierten mit zeitnahen Reiseberichten, sie organisierten die Unterstützung, hielten Kontakt und standen „Gewehr bei Fuß“. Hatten jede und jeder die eigene und unverzichtbare Aufgabe als Beitrag zum gemeinsamen Gelingen.

Und plötzlich war Inklusion nicht mehr anstrengend, nicht mehr nervig oder behindernd – sondern entfachte Begeisterung, sozialen Zusammenhalt, ermöglichte ein lang wirksames und nachhaltiges Abenteuer – und hinterließ bei allen Beteiligten die Gewissheit: Ich kann etwas, ich bin etwas und mein Dabeisein zählt.

Inklusion braucht Begeisterte. Braucht Wagemutige. Braucht Ehrgeiz, Spaß und Herausforderung. Braucht Unterstützer und Daran-Glaubende. Und manchmal auch eine Stiftung wie die Evangelische Stiftung Alsterdorf oder deren Tochterfirma, die den Rahmen dazu bietet. Dieses Mal war es die tohus gGmbH – und glauben Sie mir als Geschäftsführer: Es war für alle ein Vergnügen! In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch der All Inklusiv Crew für ihre Leistung und für unser aller Ermutigung!

Eckart Drews, Geschäftsführer der tohus gGmbH

In 16 Tagen 7500 km unterwegs – Logbuch des Baltic Sea Circle (BSC)

16.06.2018 –  Seit heute, Sonnabend 12 Uhr, sind die sechs Mitglieder der ALL INKLUSIV CREW mit der Startnummer 29 unterwegs: Vom Hamburger Fischmarkt 7500 Kilometer durch zehn Länder über die Lofoten, das Nordkap, Murmansk, St. Petersburg, Kaliningrad und wieder zurück nach Hamburg. Am 1. Juli muss das Ziel mit dem  26 Jahre alten VW-Bus T4 erreicht sein. Wir dokumentieren die 16 Tour-Tage des inklusiven Projekts mit Klienten, interessierten Mitbürgern und Sozialarbeitern aus Bargteheide in einem Logbuch mit immer neuen Texten und Fotos.

11.00 Uhr auf einem Parkplatz neben dem Hamburger Fischmarkt: mehr als 250 Teams aus ganz Europa und zahlreiche Neugierige schlendern über die Betonfläche, fachsimpeln über ihre Autos oder organisieren per Smartphone noch die letzten zu erledigenden Dinge. Wie Stefanie Dieck am roten Tour-Bus der ALL INKLUSIV CREW. Sie ist am frühen Morgen mit Ihrem Hund noch Gassi gegangen. Während der Tour bleibt er bei Freunden und die benötigen noch einige Ratschläge, glaubt sie.

Neben ihr steht Dennis Asaev: „Meine Stimmung ist perfekt, aber ich bin so aufgeregt, dass ich an die Fahrt noch gar nicht denke.“ Michael Glitza ist da schon ein wenig weiter: „Ich spüre ein angenehmes Kribbeln im Bauch und gehe davon aus, das wir alles gut schaffen können.“ Entspannt zeigt sich auch Krischan Sester-Stehn. Als ehemaliger Fernfahrer hat er es schon bis zum Polarkreis geschafft und will mit dem Baltic Sea Circle (BSC) die große Runde um die Ostsee jetzt vollenden und dabei Landschaft gucken und Leute kennenlernen.

Die größte Herausforderung, so die beiden Sozialarbeiter Jörn Brücken und Fabian Josten, wird die große Enge sein, sechs Menschen in einem Bus. Immerhin: Jedem steht für die Schlafenszeit ein eigenes Zelt zu Verfügung und in dieser Zeit hat jeder seine Ruhe und muss selbst sehen, wie er mit der Mitternachtssonne oder anderen Widrigkeiten fertig wird.


20.06.2018 –  am Sonnabend geht es durch Dänemark nach Schweden. Am Sonntag dann eine Aufgabe aus dem Roadbook des BSC: den verschrotteten Tourbus der Popgruppe Abba finden. Die ALL INKLUSIV CREW trifft auf einen verwunschenen Kultplatz mitten im Wald, einen Autofriedhof im Kyrkö Mosse Moor.

Wenig später dann ein Schock: Am Bus ist die Kurbelwellen-Riemenscheibe abgerissen, vier Schrauben einfach weg. Per Abschleppwagen dann in eine Werkstatt, Krischan muss ran, die Werkstatt stellt ihm ihr Werkzeug zur Verfügung. Einen Tag später, am Montag um 17.30 Uhr, kann es weiter gehen. Die Crew will wieder Anschluss an das Feld des BSC gewinnen und fährt bis 2 Uhr morgens.

Am Dienstag erst einmal ausschlafen und dann durch den Tag und die helle norwegische Nacht am Arctic Circle Centre über den Polarkreis bis zur Fähre auf die Lofoten. Dort warten auch schon andere Teams. Die ALL INKLUSIV CREW hat den Anschluss an das Feld geschafft.


26.06.2018 –  auf den Lofoten feiern die BSC-Teilnehmer eine Riesen-Party, dann kurz vor dem Nordkap wieder eine Panne. Die Ölleitung, die den Turbolader versorgt, hat einen Riss. Andere Teams halten und versuchen zu helfen – vergebens. Nur Krischan gibt nicht auf und schafft es. Die ALL INKLUSIV CREW kann weiter fahren.

Dann erreicht die CREW das Nordkap und hier ist endlich einmal eine richtige Pause fällig. Alle sind ausgehungert und benötigen Ruhe und etwas Vernünftiges zu essen. Für Letzteres ist Michael der richtige Mann. Er kocht vegetarisch und etwas mit Fleisch, damit alle zufrieden sind. Weiter geht es durch Finnland über die russische Grenze nach Murmansk.

Dort wartet eine weitere Aufgabe aus dem Roadbook des BSC: Das Auffinden des ersten atomar getriebenen Eisbrechers mit dem Namen LENIN im Hafen und die Dokumentation durch ein Foto. Zur Zeit ist die Crew auf der Fahrt nach St. Petersburg, nachdem bei der Suche nach einem Ersatzteil für den Bus wieder Zeit verloren ging. Wieder heißt es, Anschluss an das Hauptfeld finden. Heute um 10.30 Uhr ein Anruf von Jörn Brücken: Die Crew hofft in wenigen Stunden in St.Petersburg anzukommen – zur nächsten BSC-Party.


28.06.2018 –  Crew und Bus erreichen St. Petersburg und legen dort erst einmal eine richtige Pause ein – in einem Hostel mit Betten, Vorhängen (endlich einmal nächtliche Dunkelheit!), einem Badezimmer und Zeit für individuelle Bedürfnisse.

Zwei Crewmitglieder bleiben im Hostel und versuchen Schlaf nachzuholen, zwei machen im wunderschönen St. Petersburg Sightseeing und die anderen beiden zieht es auf die WM-Fanmeile zum Spiel Nigeria : Argentinien. Am Mittwoch noch eine kurze gemeinsame Stippvisite ins Zentrum von St. Petersburg, dann geht es weiter nach Estland. Von 15 bis 20 Uhr folgt ein Stopp an der russisch-estländischen Grenze, die die Teilnehmer des BSC zum Anschauen des WM-Spiels Deutschland : Südkorea nutzen. Nach der WM-Pleite fährt die Crew mit getrübter Stimmung weiter. Immerhin: Um 22 Uhr Ankunft in der Hauptstadt Tallin – etwa 85 Prozent der Gesamtstrecke sind geschafft.


29.06.2018 –  am Donnerstag wieder eine Aufgabe aus dem Roadbook des BSC. In der Nähe von Tallin soll ein Badesee gefunden werden. Ein Ort mit problematischer Vergangenheit. Im II. Weltkrieg und auch noch bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion gab es dort ein Gefangenenlager, auch GULAG genannt.

Heute sind dort noch Wachtürme zu sehen und mitten im See einige Ruinen, die dem See ein Ambiente zwischen bedrückender Vergangenheit und Spaßbaden geben. Nach einem Aufenthalt am Strand fährt die ALL INKLUSIV CREW weiter nach Lettland. Am frühen Abend trifft das Fahrer-Team in Riga ein und baut seine Zelte auf einem städtischen Campingplatz auf. Heute Morgen dann ein Stadtbummel und weiter geht es über Litauen, Kaliningrad und Polen wieder nach Hause.

Am Ziel ankommen wird das Fahrer-Team vermutlich am Sonntagnachmittag, so die Information des in Bargteheide verbliebenen Medien-Teams der ALL INKLUSIV CREW. Dieses Team hat die Öffentlichkeit in den vergangenen zwei Wochen über die Abenteuer der Crew auf dem Laufenden gehalten. Dafür ein herzliches Dankeschön!


1.07.2018 –  Am Sonntag, Hamburger Fischmarkt bei strahlendem Sonnenschein: Die BSC-Fahrer der ALL INKLUSIV CREW sind nach 7500 Kilometern abenteuerlicher Rallye durch zehn Länder rund um die Ostsee wieder zu Hause – empfangen von Freunden, Familienangehörigen und der Geschäftsführung der tohus gGmbH.

Zuvor ein letzter nächtlicher Aufenthalt in der Nähe von Szczecin/Stettin an der polnisch-deutschen Grenze, dann die letzte Etappe. Endlich einmal darf die Autobahn benutzt werden. Bei einer Rast auf der A24 dann eine Kontrolle durch die Polizei, die die BSC-Helden mit Besuchern des Fusion Festivals (elektronische Musik auf dem Flugplatz Müritz) verwechselt. Ein kurzer Reisebericht löst bei den Männern und Frauen in Blau Begeisterung aus und Jörn Brücken darf die letzte Aufgabe aus dem BSC-Roadbook lösen: einen Polizisten hochheben und sich dabei fotografieren lassen.

Auf den letzten Kilometern zum Fischmarkt löst sich die Anspannung im Team, sowohl bei den Fahrern als auch bei den hier Gebliebenen, die so kontinuierlich für die spannende Berichterstattung gesorgt haben. Das Fazit: Beim BSC hat die ALL INKLUSIV CREW gezeigt, was möglich und total normal sein kann: Klienten mit psychischen Handicaps, Anwohner, Gewerbetreibende und Mitarbeiter der tohus gGmbH sammeln Spenden, verwandeln ein Schrottauto in ein funktionstüchtiges Rallyefahrzeug (zugegeben – mit kleinen Macken), fahren damit unter nicht eben leichten Bedingungen durch einen Gutteil Europa und versorgen den Rest der Welt über die Sozialen Medien fast jeden Tag mit Neuigkeiten von ihren Erlebnissen beim Baltic Sea Circle. Grandios!

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ALL INKLUSIV CREW und Interessierte wie Dr. Peter Feile, Amtsarzt Kreis Stormarn, als Privatpersonen.Stefanie Dieck und Fabian Josten beim CHECK IN zur Tour mit BSC-Mitarbeiterin in Uniform.Etwas Wehmut ist beim Abschied vor der Hamburger Hafenkulisse nicht zu verkennen.Schon mal Üben für die Öffentlichkeitsarbeit: Jörn Brücken auf dem Dach des Tour-Busses.Hinterlassenschaften eines Autoverrückten im schwedischen Moor und jetzt ein touristischer Hotspot.Eine Panne, die Zeit kostet und die Schlittenhunde bringen es nicht. Also muss ein Abschlepper her.Neben den Herausforderungen gibt es aber auch genüssliche Minuten: Baden im See.Das Nordkap rückt näher, die All INLUSIV CREW überquert den Polarkreis.Zeltlager auf den Lofoten mit Party und einem Riesenfeuer am Strand.Die ALL INKLUSIV CREW vor der Weltkugel am Nordkap auf dem 71. Grad nördlicher Breite.Auch finnische Seen sind schön. Auf ein Bad verzichten die Tourmitglieder aber.Ein atomares Denkmal: Eisbrecher LENIN im Hafen von Murmansk.Die ALL INKLUSIV CREW beim Sightseeing im sonnigen St. Petersburg.See bei Tallin mit dunkler Vergangenheit – für mutige Schwimmer eine reizvolle Herausforderung.Nach 16 Tagen Fahrt eine herzliche Begrüßung des Fahrer-Teams auf dem Hamburger Fischmarkt.
MEET AND EAT: Eine Einladung zum Essen - jeder bringt etwas mit

13.06.2018 –  Mit anderen gemeinsam essen ist schön. Gut für die Gesundheit, gut für Gespräche, gut für das Wohlbefinden. All das möchte die Psychiatrische Tagesstätte Bad Oldesloe ermöglichen und zwar für alle Interessierten, die womöglich alleine leben und an Kontakten mit anderen Menschen aus der Nachbarschaft interessiert sind. Räume für die Nachbarschaft öffnen ist das Motto der Tagesstätte, oder anders ausgedrückt: MEET AND EAT.

Die Idee: Menschen kommen für gemeinsame Abende zum Start in das Wochenende zusammen. Jeder bringt etwas Leckeres zu essen und zu trinken mit. Es sollte zum Probieren für andere Teilnehmer ausreichen. Im Mittelpunkt stehen also das Essen, das Kennenlernen anderer Menschen und ein Klönschnack – bei schönem Wetter auch im hauseigenen Garten. Für eigenes Besteck und Geschirr sorgt jeder selbst. Wer Lust hat, kann sich nebenbei natürlich die Tagesstätte anschauen und über das Programm informieren.

Erstes MEET AND EAT: Freitag, 22. Juni 2018 um 18 Uhr
Am Kurpark 14, 23843 Bad Oldesloe

Folgetermine:
03.08.2018, 18 - 20 Uhr
19.10.2018, 18 - 20 Uhr
14.12.2018, 18 - 20 Uhr

Um zu zeigen, wie MEET AND EAT funktioniert, haben Mitarbeitende und Klienten der  Tagesstätte mit einem Improvisationstheater auf dem Bad Oldesloer Markt auf ihr Projekt aufmerksam gemacht.

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MEET AND EAT: Mitarbeitende zeigen beim Improvisationstheater wie es geht.
Inklusionsbiotop Kleingarten! Achtung, hier wird gedreht

6.06.2018Im Kleingartenverein Fuhlenstegen in Bad Oldesloe funktioniert das, was anderswo nicht immer funktioniert. Klienten der Psychiatrischen Tagesstätte Bad Oldesloe, die Kinder des Waldkindergartens Muckstutz und andere Besitzer von Kleingärten sind einfach gute Nachbarn, die einander unterstützen.

Heute ist auf den fast 1000 Quadratmetern Parzellengrund der Tagesstätte besonders viel los. „Brmm, brimm“, tönt es aus Kindermund, wenn die 3-6jährigen – begleitet von einer Filmkamera – mit kleinen Schubkarren voller Mutterboden von einem Autoanhänger zu einem nagelneuen Hochbeet fahren. Thomas Boy: „ Wunderbar, man muss sie einfach nur machen lassen. Sobald man Direktiven gibt, wird das nichts.“

Achtung! hier wird gedreht, lautet das Motto heute, denn die tohus gGmbH will der Öffentlichkeit mit einem Film einmal zeigen, wie Inklusion so richtig gut funktionieren kann. Das Hochbeet haben die Klienten in ihrer Werkstatt in der Bahnhofstraße 7 gebaut: Ein Prototyp, der in wenigen Wochen im Handel erhältlich sein wird. Jetzt steht er aufgebaut im Kleingarten und muss mit Mutterboden befüllt werden. Dafür hat sich die Tagesstätte Hilfe aus dem Waldkindergarten geholt, der hier ebenfalls eine Parzelle gepachtet hat. Erzieherin Ina von Burgsdorf: „Die Zusammenarbeit ist super. Die Kinder mögen die Klienten und die Klienten mögen die Kinder.“

Seit einiger Zeit schon sind die beiden zusammengelegten Parzellen der Tagesstätte zu einem Vorzeigeobjekt Stormarner Gartenkultur geworden: Zäune aus Weidengeflecht, ein filigran gefertigtes Gruppenhaus, zwei Schuppen und terrassenförmig angelegte Blumen- und Gemüsebeete mit Zwiebeln, Tomatenpflanzen, Kartoffeln, Erdbeeren, Gurken, Salat und einem Apfel- und einem Kirschbaum. Täglich schaut die Gartengruppe der Tagesstätte im Sommer nach dem Rechten, bewässert die Pflanzen und entfernt kleine Triebe, damit sich der Fruchtertrag steigert. Auch einige dieser Erzeugnisse sollen in der Bahnhofstraße verkauft werden.

Wenn die Bilder von der Zusammenarbeit der guten Nachbarn im Kleingartenverein Fuhlenstegen dann im Kasten und geschnitten sind, dann wird der Film hier auf tohus-alsterdorf.de zu sehen sein: Gelebte Inklusion.

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Arbeitsbesprechung: Alle zusammen an einem Tisch.Mit der Zwergen-Schubkarre und Mutterboden unterwegs zum Hochbeet.Teamarbeit: Die Karre hochgewuchtet und dann rein mit der Erde.In akribischer Arbeit angelegt: terrassenförmige Blumen- und Gemüsebeete.Jeden Tag wird der Garten gepflegt – hier das Ausgeizen der Tomatenpflanzen.
tohus-Cup 2018 Sieg einer tohus-Mannschaft in aller Freundschaft

10.05.2018 Toller Sport und gute Begegnungen beim Fußball-, Volleyball- und Badminton-Turnier sozialpsychiatrischer Einrichtungen vom 2.-4. Mai 2018.

Wieder einmal ging die erste Fußballmannschaft der tohus gGmbH bei einem Turnier als Sieger vom Platz. Bei insgesamt 13 teilnehmenden Mannschaften gewann das tohus-Team-1 im Finale des 10. tohus-Cups 2:0 gegen das RehaCentrum Alt-Osterholz aus Bremen. Den 3. Platz erreichte Jugend hilft Jugend aus Hamburg, den 4. Platz HVO Querido aus Amsterdam (Niederlande) und den 5. Platz die zweite Mannschaft von tohus.

Für die tohus-Teams ein herausragender Erfolg. Verschwanden hoch getretene Bälle auf der Seite der schnell dahinfließenden Beste im vergangenen Jahr noch im Wald des Kurparks, hatten die Organisatoren des Turniers diesmal vorgesorgt. Dank aufgestellter Schilder mutierten Spaziergänger und eine Kindergartengruppe zu den kleinen Helden des Turniers. Insgesamt neun Fußbälle sammelten sie auf, brachten sie zurück und konnten dafür Freigetränke in Empfang nehmen.

Dank der Unterstützung durch SV Türkspor Bad Oldesloe e.V. beim Fußball-Turnier und durch den VfL Oldesloe und den Volleyball-Club Bad Oldesloe beim Badminton- und beim Volleyball-Turnier konnte der 10. tohus-Cup professionell und entspannt durchgeführt werden. Die Zeiten, als Seitenlinien noch mit Mehl markiert wurden, sind seit vielen Jahren vorbei. Erinnerungen daran lösen allenfalls noch ein Schmunzeln aus.

Bei den Badminton-Spielen in der Heinrich-Vogler-Halle traten 18 Doppel gegeneinander an. Bemerkenswert: Wenn ein Spieler oder eine Spielerin aufgrund einer Erschöpfung aussetzen musste, sprangen Spieler anderer Mannschaften ein. "Hier zeigt sich der lockere Sportsgeist, der den tohus-Cup ausmacht", so Koordinatorin Laura Jansen.

Im Finale setzten sich Birte Hofmann und Norman Lahr von RCB Bremen gegen Mitja Spaarwater und Thomas Pasternak von TSP Hamburg / RPK Bremen mit 21:9 eindrucksvoll durch. Dritte wurden Marco Gewert und Stefan Zintner von tohus.

Beim Volleyball standen insgesamt sechs Mannschaften auf dem Platz. Das Finale gewann Jugend hilft Jugend gegen Das RehaCentrum Alt-Osterholz aus Bremen. Den 3. Platz erreichte die Mannschaft von tohus-2. Ein Team war von der Stimmung beim 10. tohus-Cup so begeistert, dass sie im kommenden Jahr auch mit einer Fußball-Mannschaft dabei sein wollen.

Bei der Abschlussfeier gab es noch einmal einen satten Groove mit Rock, Country, Blues und türkischer Musik und alle waren sich darin einig, ein gelungenes Turnier gespielt zu haben.

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Die Fußball Siegermannschaft des 10. tohus CupsDer Trainer und seine Strategien ...Voller Einsatz beim tohus-CupDie ersten drei Teams vom Badminton TurnierDie Siegermannschaften des Volleyball TurniersDie Volleyballer von tohus ...Volleyball Match in der Heinrich-Vogeler-Halle
Im Endspurt: Inklusives Geschäft für Outdoormöbel in Bad Oldesloe

27.03.2018 – GARTEN-CONNECTION heißt ein neues Projekt der tohus gGmbH. Durch seine außergewöhnliche  Schaufensterbeschriftung zieht es schon jede Menge Aufmerksamkeit auf sich.

Das 200 Quadratmeter große Ladengeschäft liegt zentrumsnah in der Bad Oldesloer Bahnhofstraße 7. Wer durch die Scheiben hineinschaut, sieht rohe Rotklinkerwände künstlerisch mit Lehm verputzt und Menschen, die sägen, schrauben, fräsen und polieren. Im vorderen Teil des 200 Quadratmeter großen Geschäfts steht zur Ansicht schon das, was Kunden demnächst hier kaufen können: Hochbeete für den Garten, ausgekleidet mit Noppenfolie und unten gegen Maulwürfe und Mäuse mit einem Gitter gesichert. Fein polierte Gartentische aus sibirischer Lärche für große und kleine Zusammenkünfte sowie attraktive Sitzbänke, die garantiert Jahrzehnte halten.

GARTEN-CONNECTION verfolgt gleich mehrere Ziele: Menschen aus Bad Oldesloe und Umgebung qualitätsvolle Outdoor-Möbel anzubieten, Klienten der Psychiatrischen Tagesstätte Bad Oldesloe durch sinnvolle Arbeit zu qualifizieren und zu gesundem Selbstbewusstsein zu verhelfen sowie eine inklusive Begegnungsstätte mitten in der Stadt zu schaffen, in der sich Klienten, Kunden und Mitarbeitende der tohus gGmbH gern aufhalten und miteinander ins Gespräch zu kommen. Über nützlichen Holzprodukte, über die Erfahrungen mit der fachgerechten Restaurierung des ehemals so feuchten Ladengeschäfts, aber vielleicht auch über psychische Erkrankungen.

Thomas Boy, gelernter Zimmermann und Klient in der Tagesstätte: „Wir verbessern uns mit jedem Tag. Damit die Kunden zufrieden sind, aber auch, damit wir unser Wissen an andere Klienten weitergeben können. Wir sind ein Team und lernen voneinander.“ Ein erster Klient hat durch diese Unterstützung der tohus gGmbH bereits den Wiedereinstieg in den 1. Arbeitsmarkt geschafft, nachdem er dort vor einiger Zeit wegen Depressionen nicht mehr mithalten konnte, erzählt Projektleiter und Ergotherapeut Jochen Knoch. Ein anderer ist jetzt so stabil, dass er nach einigem Auf und Ab von einer Wohngemeinschaft der tohus gGmbH in eine eigene Mietwohnung ziehen konnte und sein Leben dort ganz eigenständig gestaltet.

Wenn GARTEN-CONNECTION im Frühsommer mit einem Produktionsteam und einem Verkaufsteam offiziell eröffnet, kommen zum bisherigen Angebot noch weitere Produkte dazu, Fruchtiges und Leckeres aus den beiden Kleingartenparzellen der Tagesstätte Bad Oldesloe. Eines ist schon jetzt klar: Die Stadt darf sich über eine neues Juwel in der Bahnhofstraße freuen.

Lübecker Nachrichten: tohus-Team eröffnet Holzwerkstatt

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Das Team von GARTEN-CONNECTION in der Bahnhofstraße 7 mit Werkstatthund Mischka. Foto: von DahlenReporterin Dorothea von Dahlen von den Lübecker Nachrichten zu Gast bei GARTEN-CONNECTION.Thomas Boy beim filigranen Abschlagen eines Zapfens, der die Schrauben verdeckt.Hans Dieter Sommer schleift vor der Montage ein Teil einer Gartenbank.
NDR und SAT1 Fernsehen über Vorbereitungen zum Baltic Sea Circle

10.02.2018 - Zur Vorbereitung des Baltic Sea Circles hat die ALL INKLUSIV CREW aus Bargteheide vor einigen Wochen mit dem Schrauben an ihrem Bus begonnen. Die ersten Schritte: Löcher im Bodenblech wurden zugeschweißt und die Bremskötze erneuert – dokumentiert vom SAT1 Nord Fernsehen und vom NDR Schleswig-Holstein-Magazin.

Jeden Freitag hocken die Bargteheider Streetworker der tohus gGmbH und psychisch erkrankte Menschen mit technischem Know-How jetzt in der Villa Wacker, um ihren abgetakelten rot-weißen VW-Bus fit für den Baltic Sea Circle zu machen: Bremsen zerlegen, Motor neu wiederaufbauen und vieles mehr. Am 16. Juni 2018 werden über 250 Teams bei der Rallye am Hamburger Fischmarkt starten und spätestens am 1. Juli wieder zurück sein – jedenfalls wenn alle durchhalten. Unter ihnen auch Mitglieder des Bargteheider Inklusionsprojekts. Die Strecke führt über das Nordkap, Murmansk, St. Petersburg, Kaliningrad und wieder zurück nach Hamburg. Im Folgenden der Bericht vom NDR Schleswig-Holstein-Magazin:

NDR SH-Magazin: Bargteheider fahren ALL INKLUSIV ans Nordkap

Teilnahmevoraussetzungen für die Teilnahme am Baltic Sea Circle sind ein mindestens 20 Jahre alter fahrbarer Untersatz, der Verzicht auf GPS-Navigation und Autobahnen, vor allem aber eine große Portion Enthusiasmus und natürlich die gar nicht so leicht zu bekommenden Visa für die Fahrt durch Russland. Allerdings benötigt die ALL INKLUSIV CREW für die Reparatur des Busses, Teilnehmerkosten für die Rallye und für die mediale Begleitung inklusive Laptops noch Spenden. Auch kleine Summen helfen.

Das Spendenkonto:
Ev. Stiftung Alsterdorf
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE32 2512 0510 0004 4444 02
BIC: BFSWDE33HAN
Stichwort: ALL INKLUSIV CREW

Folge uns auf: Facebook/All Inklusiv Crew und Instagram/all_inklusiv_crew
Weitere Informationen zur ALL INKLUSIV CREW gibt es bei:
Fabian Josten, 01 70.330 13 96 oder Jörn Brücken, 01 70.916 14 49

Info-Flyer ALL INKLUSIV CREWUnterstütze die ALL INKLUSIV CREW mit Spenden

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Inklusiv und kompetent: Klienten und Streetworker vor der Kamera.Schwierige Operation: Das Einsetzen neuer Bremsklötze.
NDR Fernsehen „7 Tage… unter Verrückten“

21.10.2013 - Sieben Tage hielten sich die Autoren Christian v. Brockhausen und Timo Großpietsch für Filmaufnahmen im Psychosozialen Wohnheim ToHus in Bargfeld-Stegen auf. Daraus entstand ein 30minütiger Fernsehfilm für die Reihe „7 Tage…“. Gestern wurde er gesendet.

Bei dem Dreh im Psychosozialen Wohnheim ToHus entstanden Bilder vom Leben psychisch erkrankter Menschen, für die jeder Tag eine Riesenherausforderung ist, so die Erkenntnis von Christian v. Brockhausen. Bilder von Menschen, die von brutalen Albträumen heimgesucht werden, die sich gegen äußere Einflüsse mit Einweghandschuhen und Plastikfolien abschirmen und sich mitten im Wald ein Gartenbeet einrichten, um dort den überbordenden Einflüssen ihrer Umwelt zu entkommen.

Die Zuschauer erleben zauberhafte Musik-Sessions, Gespräche über zwanghafte Wahrnehmungen und Mitarbeiter, die versuchen, den Klienten im Schutzraum des ToHus Impulse zu geben, sich irgendwann wieder dem realen Leben außerhalb des Wohnheims stellen zu können.

NDR Fernsehen „7 Tage…unter Verrückten“

Archiv

In unserem Archiv finden Sie Beiträge, die nicht mehr aktuell sind. Aber manchmal lohnt es sich ja dennoch, in der Vergangenheit zu stöbern und nachzuschauen, was rund um die tohus gGmbH passiert ist.

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